ökologisch-demokratische Partei

Parteispenden

Zwar fordert das Parteiengesetz die Veröffentlichung von Spenden ab 10 000 Euro, aber der Gesetzgeber hat sich findig ein Hintertürchen, sprich ein Hintertor, offen gelassen, durch das - tunlichst verschwiegen - die Sponsoren-Millionen über Sachleistungen nur so herein purzeln. Parteitage bieten Firmen und Konzernen im Foyer der Hallen das ideale Pflaster, um Connections zu Politikern zu knüpfen. Dafür zahlen die Lobbyisten gerne die doppelte oder dreifache Standgebühr in die Parteikassen. Nicht in, sondern vor der Halle spielt nämlich die Musik! Da lässt man sich gerne aushalten. Auch die Parteitagsgala ist gesponsert, wie MONITOR weiß. Die Sponsoren sind sich sicher, dass sie mit satten Gegenleistungen rechnen dürfen. 
Jetzt wird Christian Wulff gescholten, weil er, ganz wie gewohnt, dieses üble, aber übliche Spielchen sowohl als Ministerpräsident als auch als Bundespräsident weiter gespielt hat. Ganz naiv dachte er sich wohl gar nichts dabei. Die Hand auf zu halten ist in Parteikreisen offenbar gang und gäbe! Deutschland braucht aber einen von Parteien und Lobby unabhängigen Präsidenten. 
Eine Partei, die ganz auf Konzernspenden und Sponsering verzichtet, muss die Bevölkerung allein mit ihren Zielen und Visionen überzeugen. Ein demokratischer Traum?