Selten habe ich in der Schwäbischen Zeitung einen solch
eindringlichen Appell zugunsten unserer Umwelt gelesen wie den von Melanie Kräuter. „Umdenken und Handeln“ empfiehlt sie sowohl der Politik als auch dem Bürger. Aber außer der Empfehlung, Waren umweltzerstörerischer Konzerne zu boykottieren, hätte der Bürger längst schon handeln können, wenn er bei den Wahlen treffsicher seine Stimme einer ökologischen Partei gegeben hätte. Das Wahlprogramm der
Ökologisch-Demokratischen Partei ödp z. B. fordert seit vielen Jahren, was zu tun ist, damit die Zukunft unserer Kinder und Enkel gesichert ist. Das betrifft einerseits den Erhalt der Ressourcen, andererseits den Erhalt leistungsstarker Generationen. Ohne den Schutz der Familie und die Stärkung der Elternverantwortung wird dies
aber kaum gelingen. Unsere derzeitige „Wachstumspolitik“ ergötzt sich blind an wachsenden Exporten, vergisst aber, dass unsere Kinder und ihre Eltern für diesen „Fortschritt“ bezahlen müssen. Über ihre prägsamsten Jahre entbehren unsere Kinder ihre Eltern und deren Zuwendung. Nie werden sie diesen Mangel ausgleichen können: Leistungsverweigerung, Instabilität, Depression sind die Folgen. So werden heute bewusst oder blindlings Humanressourcen verschleudert. Ja - Umdenken tut Not!
Bärbel Fischer