„Eltern-Strafen stoßen auf Ablehnung“ und „Geplante Strafen
für Rabeneltern wecken Empörung“ bezogen auf den CDU-Landesparteitag 2009 in Friedrichshafen
Scheinheiliger geht ´s wirklich nicht !
Kultusminister Rau, CDU, will Eltern massiv an ihre Pflichten
erinnern, und sei es über die Kürzung des Lebensunterhalts der gesamten Familie. Gemeint sind arbeitslose Eltern. Aber das Problem mit den Mahlzeiten in der Familie haben arbeitende Eltern ja nicht minder. Gerade die CDU mit Ursula von der Leyen an der familienpolitischen Spitze war es, die den Eltern nonstop einbläute, dass sie am Arbeitsplatz weit besser aufgehoben sind als im Kinderzimmer oder am Esstisch. Klar: ein Familienfrühstück, wo Kinder außer gesunder Kost auch ein offenes Ohr ihrer Eltern für ihre Freuden und Nöte bekommen, das ist ein wünschenswertes Ideal, das allerdings nur jene Eltern verwirklichen können, die entweder bessergestellt oder unter Einkommensverzicht in der Familie dauerhaft präsent sind. Für Mittelständler und Einkommensschwache sieht die Realität ganz anders aus: Papa ist seit 6 Uhr unterwegs auf Montage oder zur Konferenz, Mama muss spätestens um 7:30 im Büro oder im Warenlager sein. Familienfrühstück - Fehlanzeige! Und mittags sieht es auch nicht anders aus. Familientisch findet nicht statt. Statt dessen Abspeisung in der Schulmensa unter unerträglichem Lärm. Die sprachliche und personale Kommunikation zwischen Kindern und Eltern ist blockiert,
kein Gespräch, keine Ermunterung, kein Mitfühlen, dafür Resignation und Deprivation!
Eine Politik, die zuerst familiäre Strukturen zerstört, sich hinterher darüber beklagt, dass Eltern nicht mehr funktionieren und über Strafsanktionen nachdenkt, die beweist, dass sie Ursache und Wirkung nicht mehr abschätzen kann. Auch dem einfachsten Gemüt fällt auf, dass dieser parteipolitische Wirbel um das tägliche Frühstück von derhausgemachten Misere einer schwarz-gelb- rot-grünen „Kinder- und Familienfürsorge“ ablenken soll.